Allgemeiner Heilpraktiker werden

Wer in Deutsch­land die Heil­kun­de aus­üben will, muss Arzt, Psy­cho­the­ra­peut oder Heil­prak­ti­ker sein. Das zu­stän­di­ge Ge­sund­heits­amt nimmt ei­ne schrift­li­che und münd­li­che Prü­fung ab, die „ei­ne Ge­fähr­dung der Volks­ge­sund­heit“, sprich ei­ne Ge­fahr für den Pa­ti­en­ten, aus­schlie­ßen soll.

Zum Zeitpunkt der Überprüfung müssen Sie 25 Jahre alt sein, ein gesundheitliches Zeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Die Prüfung wird in der Regel dort abgelegt, wo sich ihr erster Wohnsitz befindet. Hier gibt es Ausnahmen, wir beraten sie gerne. Eine frühzeitige Anmeldung, insbesondere am Prüfungsort Köln (zuständig für unsere gesamte Region) empfiehlt sich.

Über­prüft wird da­bei Ihr Wis­sen über den mensch­li­chen Kör­per und sei­ne Funk­tio­nen, über Er­kran­kun­gen bzw. Dys­funk­tio­nen, Ih­re Fä­hig­kei­ten, die­se zu dia­gnos­ti­zie­ren, zu be­han­deln und Ih­re Gren­zen zu er­ken­nen. Da­zu kom­men Kennt­nis­se der Ge­set­zes­kun­de, prak­ti­sche Tech­ni­ken wie Un­ter­su­chungs­me­tho­den und Ihr Ver­hal­ten in Not­fäl­len.

Das naturheilkundliche Wissen wird dort nur an den Stellen abgefragt, an denen diese eine potentielle Gefahr für den Patienten darstellen könnte. Für die gesetzliche Erlaubnis ist dies nicht von Belang, jedoch schon für Ihren Erfolg in der späteren Praxis.

Eine Veränderung/Überprüfung der Prüfungsvoraussetzungen ist vom Gesetzgeber angedacht, aber noch liegen keinerlei Eckdaten dafür vor.

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